Seit ihrer Gründung 1879 ist die Einsiedler Feuerwehr mittlerweile im dritten Gebäude untergebracht. Diese Seite zeigt uns nun die unterschiedlichen Häuser.

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Haus 1 (Am Plan)     Haus 2 (Hauptstraße 95)     Haus 3 (Hauptstraße 95a)

 

Das Haus 1...

...war eigentlich mehr ein großer Geräteschuppen und befand sich “Am Plan” unterhalb der Kirche. Beachtenswert auch der zehn Meter hohe, 1897 errichtete “Spritzenturm”, der zur Trocknung der Schläuche diente.
Foto aus dem 1930er Jahren.

Links eine kleine Parade während der Zeit des Deutschen Kaiserreichs. Man präsentiert sich in allerbester Garderobe dem zahlreich erschienenen Publikum.
Das Feuerwehrgebäude (links), das Kantorat (oben) und die “Brot- Weiß- und Feinbäckerei Enzmann” (rechts) sind “über die Toppen geflaggt”. Vielleicht war der Anlass der Parade der Sedantag am 2. September (Nationalfeiertag). Zwischen den Gebäuden der “Spritzenturm”.
Das Feuerwehrgebäude wie auch die Enzmann-Bäckerei wurden am 5. März 1945 während des Bombenangriffs zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Unten eine Aufnahme aus dem Jahre 1929.
(Foto: Hans Christian Günther)

Im Dritten Reiche eignete sich der Spritzenturm vorzüglich für Propagandazwecke.
Das Foto ist undatiert, allerdings läßt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass hier für die am 10. April 1938 stattfindende Volksabstimmung zum dem bereits am 12. März 1938 erfolgten Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich geworben wurde.

Der “Spritzenturm” blieb ohne Kriegs- bzw. Bombenschäden und bestand bis Ende der 1970er Jahre.
Oben eine Aufnahme aus dem Jahr 1957.

8. Juli 2004. Die beiden Fahnenmasten stellen in etwa den Standort des “Spritzenturmes” dar. Das abgebildete, bisher noch unverputzte Gebäude wurde 2002 fertiggestellt und ist die Werkstatt von “KFZ-Service und Reifendienst Jörg Schmidt”.

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...das Anwesen Hauptstraße 95.
Oben in einer Aufnahme aus den frühen 1950er Jahren, rechts etwas verdeckt durch drei Schautafeln anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Feuerwehr im Jahre 1959.

Das Haus 2...

Im 1. Geschoß des Gebäudes befanden sich zwei Wohnungen, welche Mitgliedern der Feuerwehr vorbehalten waren.

Nachdem das Gerätehaus “Am Plan” 1945 ein Opfer der Bomben geworden ist, war die Wiedererrichtung einer neuen “Feuerwache” eine der ersten Baumaßnahmen der Gemeinde nach dem 2. Weltkrieg. Man entschied sich für einen Standort schräg gegenüber des alten Domizils, in der Hauptstraße 95. Das neue Gerätehaus wurde aus dem Pferdestall des ebenfalls im Bombenhagel zerstörten “Gasthofs Einsiedel” errichtet, in dem dieser Richtung Hauptstraße verlängert wurde.
Die beiden Garagen, welche etwa 2/3 der Erdgeschoßfläche ausmachen, beherbergten von nun an Löschfahrzeuge und die vielen zur Brandbekämpfung benötigten Gerätschaften. Das Gebäude mußte 1995 noch einmal modernisiert werden, in allererster Linie um Platz zu schaffen für das neue Feuerwehrfahrzeug.
Das Foto stammt aus dem Jahre 1982.

Das Gebäude, mittlerweile in Privatbesitz, am 14. Juli 2005.

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Das Haus 3...

...wurde mit Feierlichkeiten vom 11.-13. Mai 2001 in Betrieb genommen werden. Nach der Finanzierung durch die Stadt Chemnitz wurde der Neubau in der Einsiedler Hauptstraße 95a errichtet. Der Bau erfolgte auf der Freifläche gegenüber dem Plan und unmittelbar neben “Haus 2”, bis 5. März 1945 Standort des “Gasthofes Einsiedel”.
Das Foto zeigt die Bauarbeiten, Stand August 2000.

Die für einen Ort wie Einsiedel eher fragwürdige Architektur wird von Befürwortern als “spektakulär”, von Gegnern als “katastrophal” bezeichnet. Letztere sind eindeutig in der Überzahl. Die geringe Platzkapazität und die bei weitem nicht mehr der heutigen Zeit genügenden Sozialräume und Sanitäranlagen des alten Gebäudes (”Haus 2”) machten den lange geplanten Neubau nötig. Das neue Haus besitzt drei Lkw-Standplätze sowie Räume zur Ausbildung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und der Pflege der Technik. Im ersten Geschoß befindet sich die Wohnung für den Gerätewart.
Foto vom 23. November 2004

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Das kleine Häuschen recht hinter dem “Wartburg 311” ist der sogenannte “Benzinbunker”. In ihm wurde der vorgeschriebene Vorrat an Benzin in gemauerten Regalen verwahrt, den jede Feuerwehr in der DDR zu ihrer ständigen Einsatzbereitschaft lagern musste. Auch wurde dieser Bunker gelegentlich für Übungen der Feuerwehr “unter Gas” genutzt.
 


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