Das Wohnhaus des alten Pfarrgutes, Mitte/Ende der 1930er Jahre.
(Foto: Ingobert Rost)

Auf der Grundmauern und den Resten der Erdgeschosswände des Wohngebäudes wieder errichtet steht heute an gleicher Stelle das “Franke-Haus”, dem im Gegensatz zu seinem im Bombenhagel untergegangenen Vorgänger die gesamten oberen Etagen fehlen. Auch das ehemals stattliche Krüppelwalmdach wurde nicht wiedererrichtet, sondern durch ein Satteldach ersetzt. So scheint es uns heute, dass sich das Gebäude förmlich in das eigentlich recht große Grundstück “duckt”. Die Aufnahme oben links ist vom 29. Juni 2005, das rechte Foto (Andreas Wildfeuer) wurde Mitte der 1990er Jahre aufgenommen.

Die linke Aufnahme zeigt uns auch die zum Wohnhaus gehörenden Nebengebäude. In der vorderen Scheune hatten viele Einsiedler während des 2. Weltkrieges Möbel eingelagert...und am 5. März alles verloren, als auch dieses Gebäude in Schutt und Asche fiel. Die rechte Aufnahme ist vom 29. Juni 2005. Auf beiden Fotografien sehen wir im Vordergrund die “Friedenseiche 1871”.
(Foto links: Irmgard Wildfeuer)

Das alte Pfarrgut, Harthauer Weg 2

auf einem Holzstich etwa um 1840.
Nach der “Anlegung” eines Feuers am 25. September 1740 war das seinerzeitige Pfarrgut restlos abgebrannt und wurde nicht wiedererrichtet. Sein Standort war in etwa der Platz, wo heute die Kirche steht. Siehe auch Artikel ebenda. Dienstsitz und Wohnung des Pfarrers wurden nun in das Bauergut am heutigen Harthauer Weg 2 verlegt. Es war ein recht großes Gut, neben dem Wohnhaus gab es noch die drei abgebildeten Wirtschaftgebäude (Scheune und Stallungen). Der Pfarrer selbst bewirtschaftete das Gut bis 1855. 1782 brannte es auch hier, die Schäden wurden aber im Folgejahr behoben.

1935 wurde das neue Pfarrhaus im Nachbargrundstück (im Hintergrund gut erkennbar) fertiggestellt. Hier in der Nr. 2 befand sich dann die Ofensetzerei und Ofenhandlung Eizinger. Eine weitere Ansicht der Front des Hauses zeigt uns ein Foto von der Oberförsterbrücke aus.
(Foto: Ingobert Rost)

Ein Foto aus den 1920er Jahren, vom Innenhof aus Richtung Wohnhaus gemacht. Die Harthauer Straße verläuft also rechts vorbei.
Die Türeinfassung mit dem Schlussstein ist noch heute vorhanden.
Das gesamte Gut wurde am 5. März 1945 weitgehend zerstört.


Harthauer Weg 2  
Das alte Pfarrgut.