Wir sehen oben links die sogenannte “König-Schule”, umgangssprachlich benannt nach einem Lehrer mit Namen König. Das Gebäude ist heute ein Mehrfamilienhaus und postalisch der Kirchgasse 5 zugeordnet. Für weitere Detail siehe ebenda.
Oben rechts die “Kirchschule”, so genannt, da das 1829 fertig gestellte Gebäude in seiner Funktion als Schule von der Kirche betreut wurde.

Hier muss angemerkt werden, dass das Volksschulwesen seit Jahrhunderten der Kirche oblag. Auch dieses Gebäude hat sich bis heute erhalten...die meisten kennen es als “Kantorat”. Es befindet sich unterhalb der Kirche in der Kirchgasse 6

Ende der 1860er Jahre zeichnete sich in Einsiedel ab, dass die oben erwähnte König-Schule an die Grenze ihrer Kapazität gelangte. So beriet man im Gemeinderat 1872 über den Neubau einer Schule. Es sollte ein großes Schulhaus mit acht Klassenzimmern werden. 1873 kaufte man dafür vom Pfarrlehn die Parzelle Nr.142 für 400 Taler und die Parzelle Nr. 147 für 600 Taler. Am 7. August 1873 war die Grundsteinlegung. Die Übernahme der Schule erfolgte am 16. Oktober 1874. Hierbei gab es auch gleich Diskrepanzen mit dem Baumeister Robert Schober. Man fand das außerhalb liegende Abtrittsgebäude nicht in Ordnung, da von diesem eine starke Geruchsbelästigung ausging. Restzahlungen an Schober wurden erst mal auf Eis gelegt, da auch die geschätzten Gesamtkosten von 4.000 Talern beträchtlich überschritten worden waren. Mit dem neuen Schulgebäude waren jetzt die Voraussetzungen geschaffen, um alle acht Klassenstufen in einzelnen Zimmern zu unterrichten. Oben sehen wir ein (leider sehr schlechtes) Foto vom Schulgebäude neben der Kirche. Es wurde Ende der 1890er Jahre aufgenommen.

Kommen wir aber nun zum eigentlichen Teil dieses Artikel und befassen uns sogleich mit der links unten abgebildeten
“3. Schule” oder auch “Alte Schule”.
Per Gesetz bestimmte das Königreich Sachsen im Jahre 1835, dass fortan das gesamte Schulwesen den jeweiligen Gemeinden oblag. Diese trugen dann die Verantwortung für alle damit im Zusammenhang stehen Angelegenheiten, die mit dem Bau der Schulen begannen und über deren Unterhaltung, der Überwachung der achtjährigen Schulpflicht bis zu Bezahlung der Lehrer reichten. Die Gemeinden bildeten dazu sogenannte Schulvorstände, denen lag dann die Aufsicht über diese Volksschulen ob.

Zu dieser Zeit erreichte die Einsiedler Bevölkerung ein weiteres Wachstum, so das sich bereits abzeichnete, das die nunmehr 25 Jahre alte Schule bald nicht mehr für die Einsiedler Kinder ausreichen würde. Rechts ein Blick vom Fuße des Schulberges. Wir erkennen links neben der Kirche das Schulgebäude. Das Fachwerkhaus davor war lange Zeit das von der Gemeinde unterhaltene Armenhaus für die sozial schwächsten Einsiedler Familien. Da wiederum davor sehen wir die Werkstatt des Buchbinders Max Zickmantel. Dieser betrieb im Vorderhaus ein Schreibwarengeschäft, seit Generationen kauften die Schüler hier für ihren Schulbedarf (auch ich!). Noch heute besteht das Geschäft, wenn auch der Inhaber längst gewechselt hat.

 

Doch kommen wir zurück zu unserem aus allen Nähten platzenden Schulgebäude. Der Gedanke, dieses durch Anbau zu erweitern, wurde beizeiten wieder fallen gelassen und ein Neubau geplant.
Am 14. Januar 1902 besichtigt der Schulvorstand das künftige Baugelände und stellt am 17. Februar d. J. einen Antrag auf Schulneubau bei der königlichen Bezirksschulinspektion zu Chemnitz. Der Architekt Wenzel Bürger, welcher den Neubau geplant hatte, wird von der Bezirksschulinspektion zusammen mit dem Einsiedler Schulvorstand am 14. April 1902 zu einer mündlichen Erörterung eingeladen. Man behandelt hier das Bauplatzproblem, die Größe des Neubaus und die Winkelstellung von alter und neuer Schule. Wenzel Bürger hatte sein Projekt bis ins Detail bearbeitet und am 28. Juni 1902 zur Genehmigung bei der königlichen Amtshauptmannschaft in Chemnitz eingereicht. Diese genehmigte den Bau einen Monat später, am 28. August. Am 12. Dezember 1902 erhielt der Einsiedler Schulvorstand einen Kredit von 130.000 Goldmark zu Finanzierung des Projektes. Letztendlich werden die Kosten geringer ausfallen und 118.085,96 Mark betragen. Auf dem Foto rechts zeigt sich uns deutlich die spätere Winkelstellung der beiden Schulgebäude.
(Foto: Thomas Schwebe, um 1930)

2. Oktober 1902, die Grundsteinlegung wird mit einem Festakt begangen und bereits am 12. Dezember des gleichen Jahres kann das Bauheben gefeiert werden. Mit Beginn des Jahres 1903 erfolgt der Innenausbau. Alle Räume erhielten Parkettfußböden, die von einer Weimarer Spezialfirma verlegt wurden. Die eingebaute Niederdruckdampfheizung war zu damaliger Zeit der Höhepunkt der technischen Innovation in diesem Segment.
Am 24. September 1903 ist die Schule fertiggestellt und wird feierlich eingeweiht. Schulleiter, Lehrer und zu diesem Zeitpunkt 821 Kinder begehen dieses Ereignis mit einem Schulfest.
Dieses Gebäude mit seiner enormen Ausschmückung der Fassaden, mit dem Turm und der hohen Fensterfront zeigt uns deutlich die Leistungsfähigkeit der Gemeinde Einsiedel am Beginn des 20. Jahrhunderts. Drei Jahre vorher war erst das ebenso prächtig gestaltete Rathaus eingeweiht worden.

Im Jahre 1912 hat die Schule um die 830 Kinder und bestand aus sieben Volksschulstufen mit zwei bis drei Parallelklassen. Einzelne Klassen wiesen Stärken von bis zu 30 Kindern auf.
Direktor ist Otto Robert Uhlig, ihm stehen neun fest angestellte und drei Hilfslehrer zur Seite. Weiterhin eine Handarbeitslehrerin und eine Kochschullehrerin. Letztere sehen wir hier auf dem Foto links im Jahre 1916 in der Schulküche im Kellergeschoss.
(Foto: Heinz Mütze)

In Handarbeit und Kochen wurden nur die Mädchenklassen unterrichtet, so auch diese in der Aufnahme hier rechts zwischen 1916 und 1918
(Foto: Heinz Mütze).

Aus dem Jahre 1920 stammt nebenstehende Postkarte, zu dieser Zeit war die Schülerzahl auf 550 gesunken. Sie stieg bis 1932 wieder auf 694 Kinder.

Vieles änderte sich mit der am 30. Januar 1933 an die Macht gelangten “Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei” und deren Führer und nunmehrigen Reichskanzlers Adolf Hitler. Im gesamten Reich erfolgte ab sofort die Bildung im nationalsozialistischem Sinne, die Mädchen und Jungen organisierte man in Hitlerjugend und BDM. Freilich war der Lehrstoff in Schule und Jugendorganisation auf die Machthaber im Staate zugeschnitten. Links der Jahrgang 1926, die Klasse 4 im Jahre 1936.
(Foto: Ingobert Rost)

Einige Klassenzimmer wurden einem bestimmten Thema zugeordnet und entsprechend ausgestaltet, es gab ein “Wehrmachtszimmer”, ein “HJ-Zimmer” und ein “Jungfliegerzimmer”.
Links eine Kremserausfahrt vor dem Schulgebäude. Der Wagen ist mit Girlanden und allerlei Symbolik des Drittes Reiches festlich geschmückt.

Der Standort der Schule oben auf dem Berg, vom Ortszentrum aus gut sichtbar, prädestinierte das Gebäude geradezu für Propagandazwecke.
Das Foto hier rechts zeigt uns die Schule mit Werbebanderolen zur Volksabstimmung für den
Anschluss Österreichs am 10. April 1938.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges änderte sich vieles. Fünf Lehrer wurden zur Wehrmacht eingezogen und um diesem Mangel zu kompensieren, wurden Klassen zusammengelegt. Mangel an Kohlen bedingten im Winter 1940/41 eine Schließung der Schule bis in den April.

Hintergrundwissen zum Anschluss Österreichs:
Der Anschluss des bis dahin selbständigen deutschen Bundesstaates Österreich an das Deutsche Reich erfolgte am 12. März 1938. Was war voran gegangen?
Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges brach der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn auseinander. Neben Ländern wie der Tschechoslowakei oder Ungarn entstand auch die neue Republik Österreich. Von 1918-19 nannte sich dieses Land „Deutsch-Österreich“, der Name wurde aber von den Siegermächten verboten. In Österreich lebte der Großteil der Deutschen des zerbrochenen Vielvölkerstaates und es war das Ziel der Mehrheit der österreichischer Politiker und Bevölkerung, ihr Österreich an das (nunmehr „demokratische“) Deutsche Reich anzuschließen. Neben logischen Folgen des Nationalismus sprachen wirtschaftliche Gesichtspunkte dafür. Dieses verhältnismäßig kleine „Restösterreich“ schien vielen als nicht lebensfähig, da wirtschaftlich bedeutende Regionen nach dem Zusammenbruch nicht mehr zum Staatsgebiet gehörten. Die Siegermächte verboten im Friedensvertrag von Versailles diesen Anschluss.
1931 wurde auch noch eine Zollunion zwischen beiden Staaten verboten.
Die Rahmenbedingung für einen Anschluss änderten sich grundlegend, als der vormalige Österreicher Adolf Hitler am 30. Januar 1933 Kanzler des Deutschen Reiches wurde. In Österreich selbst waren alle Parteien außer den Kommunisten für eine Wiedervereinigung mit Deutschland.
Am 12. März 1938 marschierten rund 65.000 Soldaten der Wehrmacht und Polizisten in Österreich ein. Vorangegangen waren Jahre mit politischen Intrigen und ein faschistischer Putschversuch in Wien, der allerdings scheiterte.
Der allergrößte Teil der Bevölkerung bejubelte die Truppen und die unblutige Auseinandersetzung, die letztendlich zum Ziel geführt hatte.
Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler auf dem Heldenplatz in Wien unter dem Jubel zehntausender Menschen „
den Eintritt meiner Heimat in das Deutsche Reich”.
Um den Schein der Legalität zu wahren, fand am 10. April 1938 im nunmehrigen „Großdeutschen Reich“ eine nachträgliche Volksabstimmung (siehe Stimmzettel links) über den Anschluss statt, für die bis in den letzten Winkel des Landes geworben würde. Im Ergebnis nach amtlichen Angaben hatte es eine Zustimmung von 99,73 % gegeben. Dies scheint aus heutiger Sicht übertrieben, allerdings kann mit mindestens 80%iger Zustimmung gerechnet werden.
Nach dem Kriege wurde im österreichischen Staatsvertrag vom 15. Mai 1955 die staatliche Souveränität Österreichs wieder hergestellt. Im Artikel 4 dieses Vertrages befindet sich erneut ein „Anschlussverbot“. Das Land verpflichtete sich ebenso zu „immerwährender Neutralität“. In Folge dessen verließen die alliierten Besatzungsmächten USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien – anders als in Deutschland – das österreichischen Staatsgebiet bis 25. Oktober 1955
.

Das Kellergeschoss im Schulgebäude diente dann im Kriege als Luftschutzkeller. Viele Einsiedler machten sich auf den Weg dorthin, wenn im Radio die Musik abbracht und der Sprecher verkündete, dass Bomberverbände über Braunschweig und Hannover ins Reichsgebiet eingeflogen sind. Nun folgte ein monotones “tack - tack - tack...” aus dem Radio und jeder machte sich bereit, Unterschlupf vor dem Bombenterror zu suchen, auch wenn das Ziel dieser Verbände in diesem Augenblick noch nicht absehbar war. Links auf dem Foto (Doris Großmann) sehen wir eine Feuerwehrübung Ende der 1930er Jahre am altem Schulgebäude. Doch mit dem flächendeckenden Angriff am 5. März 1945 wurden derartige Löscheinsätze Makulatur. Wenn ein ganzer Ort brennt, zeigt sich die Machtlosigkeit der Feuerwehr deutlich, auch wenn der Einsatzwille unbestritten ist...

Die Zeichnung rechts vom Dezember 1945 verdeutlich uns eindringlich das Erbe dieses Krieges, das alte Schulgebäude völlig zerstört, das neue fast unbeschädigt. Hier waren durch die Druckwellen Türen und Fensterscheiben zu Bruch gegangen und ein Teil des Daches war zerstört... Gering-
fügigkeiten, wenn man sich die anderen Gebäude im Ort ansah.
Der Schulunterricht kam zum Ruhen und wurde erst am 1. Oktober 1945 unter katastrophalen Bedingungen wieder aufgenommen.
Den Einsiedler Heimatforscher Richard Möbius holte man aus dem Ruhestand zurück, er wurde neuer Direktor. Zwei Lehrer waren im Kriege gefallen, alle anderen fielen der nun einsetzenden Entnazifizierungswelle bis Ende 1945 zum Opfer und wurden entlassen. Ein weiterer älterer Lehrer wurde Möbius zur Seite gestellt, sukzessive kamen sogenannte Neulehrer (...ohne pädagogische Erfahrung) dazu.
Erneut fiel der Unterricht vom Dezember 1945 bis Februar 1946 aus, Kohlemangel und fehlende Fensterscheiben waren die Ursache. Dies sollte in den Folgejahren noch öfter vorkommen. Die Kinder holten sich ihre Aufgaben dann nach Hause, um sie dort zu erledigen.

Der allgemeine Mangel an allem war bis 1948 deutlich zu spüren, dann entspannte sich die Situation geringfügig. Richard Möbius ging Anfang dieses Jahre endgültig in den Ruhestand. Sein Nachfolger wurde Heinz Hermann.
1949 erhielt die Einsiedler Schule der Namen
Carl von Ossietzky”.
Das Foto zeigt den Jahrgang 1940 als Klasse 5 etwa im Jahre 1950. Sämtliche Personen auf diesem Foto sind identifiziert.
Der Lehrer, Wilfried Neubert, siedelte im August 1960 mit seiner ganzen Familie in den “Westen” über und lebte fortan in Iserlohn.

Bereits in den 1950er Jahren und dann 1965 durch das „Gesetz über das einheitliche sozialistische Bildungssystem“, wurde das Bildungssystem in der DDR grundlegend reformiert. Es entstand die allgemeinbildende “Polytechnische Oberschule” (POS), vorerst mit acht, ab Anfang der 1970er Jahre mit zehn Klassenstufen. 1960 bis 61 erfolgte auf dem Standort der ehemaligen Dritten (...der “alten”) Schule ein Schulerweiterungsbau, der 1962 vom Kreisschulrat an die Gemeinde übergeben wurde. (Vorlage unten: Thomas Schwebe, Foto links: Torsten Richter). Dieses neue Gebäude hatte acht Unterrichtsräume und einige Vorbereitungszimmer. Im Zuge dieses Neubaues kehrten sich auch die Bezeichnungen der beiden Schulgebäude um, die (von den Bomben zerstörte) alte Schule war jetzt die Neue und der 1903 fertiggestellte Schulneubau war nunmehr die alte Schule geworden.

Am 22. April 1976 wurde ein weiterer, neu errichteter Anbau übergeben.
In diesem gab es nun endlich moderne Toiletten innerhalb des Schulgebäudes und das Jahrzehnte alte Abtrittsgebäude wurde weggerissen.

In dem Anbau befand sich im Kellergeschoss der Schulhort, im Erdgeschoss war ein Klassenraum (vor allem Fremdsprachen Russisch und Englisch) und im Obergeschoß die Hausmeisterwohnung und die Toiletten.

Die leer stehende Hausmeisterwohnung wird derzeit durch die Geschichtsgruppe des “Haus- und Grundbesitzervereins Einsiedel” genutzt.
Foto vom 5. Juni 2006.

Mit dem Ende der DDR 1990 endete auch die Ära der POS, es gab ab sofort wieder in Einsiedel eine Grund- und eine Mittelschule, aber eben nur vorerst...
Die Dächer beider Schulen waren zu diesem Zeitpunkt in schlechtem Zustand, der Turm der alten Schule wegen Baufälligkeit gesperrt. Schlimmer noch war der nun einsetzende Hickhack um die Mittelschule. Vorerst mit Sitz in Dittersdorf (Außenstelle Einsiedel), später, 1994 im Zuge der Kreisreform als Außenstelle zu Burkhardtsdorf gehörend, kam Einsiedel 1997 zur Stadt Chemnitz und wurde Außenstelle der Mittelschule Harthau. Mit dem Schuljahr 2001/02 lief auf Grund viel zu geringer Schülerzahlen die Mittelschulausbildung in Einsiedel aus.
Heute werden nur noch die Grundschüler der Klassenstufen 1 bis 4 in Einsiedel unterrichtet.

Hintergrundwissen Carl von Ossietzky:
Carl von Ossietzky, geboren am 3. Oktober 1889 in Hamburg, gestorben am 4. Mai 1938 in Berlin. Ossietzky war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Er war von 1927-1933 Chefredakteur der „Weltbühne“, einer 1905 gegründeten Wochenzeitschrift. Auf Grund eines Artikels in dieser Zeitschrift wurde er 1931 von einem Gericht der Weimarer Republik zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hatte auf die geheime Aufrüstung der Reichswehr aufmerksam gemacht.
Als überzeugter Pazifist und Demokrat wurde er von 1933 bis 1936 in verschiedenen Konzentrationslagern interniert. 1936 schwerkrank aus den KZ entlassen, wurde er sofort ins Staatskrankenhaus nach Berlin verlegt. Er starb 1938 an den Folgen einer Tuberkulose.
Ossietzky erhielt 1936 den Friedensnobelpreis (für das Jahr 1935), dessen Entgegennahme ihm von der deutschen Regierung verwehrt wurde.

Letztendlich wollen wir uns die Einsiedler Schulen noch mal in einer kleinen Zeittafel betrachten, wir sehen Bilder, die meist von der “Einsiedler Neuen Straße” aus in Richtung Schulberg aufgenommen wurden und zu früheren Zeiten oft als Postkartenmotive ihren Weg in die weite Welt gingen...

Links Fotopostkarte 1935, oben 1936.
(Foto oben: Frank Schimmel)

Eine Fotopostkarte aus den 1950er Jahren, das Fehlen des alten Schulgebäudes und des Kirchturms sind deutlich zu erkennen.

Die erste Hälfte der 1960er Jahre.
(Foto: Hans-Christian Günther)

28. Mai 2006

Das Foto links zeigt uns noch einmal das bis 1976 in Nutzung stehende Toiletten-Häuschen in einer Aufnahme aus den 1930er Jahren während einer Feuerwehrübung. Rechts die gleiche Stelle, 5. Juni 2006.
(Foto links: Doris Großmann)

Mit Fortschreiten des Krieges und der ständig forcierten Zunahme der Bombardierungen des Reichsgebietes wurde das alte Schulgebäude ab Ende 1943 Unterbringungs- und Unterrichtsraum für Schüler, die im Zuge der Kinderlandverschickung nach Einsiedel kamen. Über diese Zeit liegt ein sehr interessanter Zeitzeugenbericht vor, bitte clicken Sie auf eines der beiden Propagandaplakate.

Der Rohbau im Jahre 1961. Es fehlt auch noch der Verbindungsbau zwischen den beiden Gebäuden, der oben auf der Zeichnung zu sehen ist. Dieser sollte in späteren Jahren noch einmal aufgestockt werden und das Direktorenzimmer beherbergen.
(Foto: Jürgen Bongardt)


...auf einer bekannten Lithografie
aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts.

Harthauer Weg 5  
Die Einsiedler Schulen.