Die Seite zeigt Postkarten und Fotografien mit einem großen Betrachtungswinkel (Panoramen), welche sich nicht auf ein bestimmtes Gebäude oder eine Straße fixieren lassen.

Blick vom “Rupf-Berg” oberhalb der Siedlung Richtung Mitteldorf mit Bahnhof, Rathaus und Talsperre.
Lithographie von 1906.
...und am 31. Oktober 2004 (rechts). Das Rathaus war zu diesem Zeitpunkt eingerüstet und zeigt sich längst wieder in frischem Außenputz.
Fotopostkarte, Ende der 1950er Jahre, oben links der August-Bebel-Platz und die Einsiedler Neue Straße, rechts daneben die Berbisdorfer Straße und unten links ein Blick auf den Heimgartenweg in der Siedlung.
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Blick vom “Eibichbusch” aus Richtung Ortsmitte.
Fotopostkarte, gelaufen 1929.
Vegetationsbedingt kann heute kein Foto mehr von dieser Stelle aus aufgenommen werden.
(Postkarte: Friedrich Schimmel)
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Blick von der Kreuzung Schollstraße/Anton-Herrmann-Straße aus über die Schrebergärten Richtung Schule und Siedlung.
Foto aus den 1980er Jahren, zwischen Dezember und März.
(Foto: Torsten Richter)
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Blick über die Anton-Herrmann-Straße Richtung Maschinenfabrik Ernst Bößneck, Bahnhof und “Eibichbusch”.
Fotopostkarte zwischen 1908 und 1923.
In etwa die gleiche Stelle am 31. Oktober 2004. Aufgenommen von einer Weide (siehe die Pferde bei der Birke rechts) neben dem Dittersdorfer Weg.
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Fotopostkarte aus den 1960er Jahren. Sie zeigt das Mittel- und Oberdorf sowie eine Aussicht auf die “Dittersdorfer Höhe”. Standpunkt des Fotografen etwa am Beginn des “Eibichbusches”, heute wegen Bewuchs nicht mehr möglich.
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Blick über den August-Bebel-Platz zur Berbisdorfer Straße.
Fotopostkarte Mitte der 1960er Jahre.
Etwa der gleiche Standort am 31.Oktober 2004.
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Eine Einsiedler Silvesternacht bzw. ein ganz früher 1. Januar Mitte der 1980er Jahre...
(Foto: Torsten Richter)
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Ein anderer Blick auf den mittleren Ortsteil. Fotopostkarte Anfang des 20. Jahrhunderts.
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Die gleiche Stelle, 31. Oktober 2004.
Ein Blick vom Kirchturm Anfang der 1930er Jahre. Das Foto wurde freundlicherweise von Herrn Ekkehard Mühlmann zur Verfügung gestellt. Es lohnt sich, hier etwas detaillierter darauf einzugehen:
Fangen wir mit dem Richtung Chemnitz fahrenden Zug der “Deutschen Reichsbahn Gesellschaft” an. Die Lokomotive ist leider schlecht erkennbar, vermutlich aber eine BR 94 (vormals Sächsische XI HT von der Maschinenfabrik Hartmann, Chemnitz) oder eine BR 95 (vormals Preußische T20). Danach zwei kombinierte Gepäck-/Postwagen, die anderen Wagen sind Nebenbahn-Personenwagen verschiedener Klassen (Einheitsbauart), im Volksmund weit verbreitet “Donnerbüchsen” genannt. Aber vielleicht weiß hier ein Eisenbahnexperte mehr...
Die Gebäude: Vorne links noch halb zu sehen der “Gasthof Einsiedel”, dahinter die 1909 vom “Turnverein Einsiedel” errichtete Turnhalle, welche heute noch steht. Dazwischen -nicht sichtbar- die Zwönitz. Die Fluten der Zwönitz waren es auch, die den Steg (die “Gasthofbrücke”) zwischen “Gasthof Einsiedel” und der Turnhalle am 10. Juni 1954 wegrissen.
Vorne rechts das Dach mit der qualmenden Esse gehört zur Apotheke, dann die Hauptstraße, dahinter die Maschinenfabrik Franz Lempe. Dieses kombinierte Fabrik- und Wohnhaus wurde 1883 neu errichtet, nachdem es in der Silvesternacht 1880/81 ein Raub der Flammen wurde.
Nach der Zwönitz die beiden Gebäude und natürlich auch die links davon liegenden Gewächshäuser gehören zur Gärtnerei Schwarz, ebenso die sich nach der Bahnlinie bis zur Anton-Herrmann-Straße (damals: Herrmannstraße) hangaufwärts erstreckenden Felder.
Die damals noch wenig bebaute Herrmannstraße ist gut zu sehen, ebenso die Häuser der zu diesem Zeitpunkt nur nordseitig bebauten Schollstraße (damals: Turnstraße). Das “Etablissement Waldesrauschen” ist nicht mehr abgebildet, wohl aber Teile des darunter liegenden Gartenbauvereins. Dieser wurde in der Zeit des 1. Weltkrieges gegründet und diente in allererster Linie der Selbstversorgung.
Der daran rechts vorbei führende Schrebergartenweg stellt gleichzeitig die Grenze zur südlich davon liegenden Gartenbau-Genossenschaft Einsiedel dar. Diese (im heutigen Sprachgebrauch) Schrebergarten-Kolonie wurde als “Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung” am 24. Februar 1919 ins “Reichsgenossenschaftsregister” eingetragen. Die Aufteilung in einzelne Parzellen und deren Nutzung sind ab 1924 nachgewiesen, diese bestehen noch heute.
Bei dem sehr großen Gebäude am äußeren rechten Rand handelt sich um die 1878 gebaute Strumpffabrik Theodor Brückner.
Die Straße vor diesem Gebäude ist die “Feldstraße”, bei der sichtbaren Kurve vorne mündet sie gerade in die “Fabrikstraße”. Diese wiederum setzt sich -obwohl nicht sichtbar- hinter ”Lempe-Fabrik” und Zwönitz -bis kurz vor die Turnhalle fort, wenn auch als untergeordneter Weg. Dieser Weg fiel dann nach dem 2. Weltkrieg weg (Nutzfläche Gärtnerei und Privatgrundstück) und der restliche Teil der Fabrikstraße wurde durch Umbenennung zur Feldstraße (Details siehe “Fabrikweg”).
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Luftbildaufnahme vom 18. Juli 2004. Oben beginnend ab etwa Höhe Kindergarten zeigt sie einen Großteil des Ortes bis kurz nach dem August-Bebel-Platz.
(Foto: Hans-Peter Maurischat)
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Der obere Ortsteil 1915 (links) und 90 Jahre später, am 15. Januar 2005. Auch hier ist wegen des Baumbewuchses nur wenig zu erkennen...
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Fotopostkarte, gelaufen 1958. Oben ein Blick Richtung Dittersdorfer Weg, Scholl-Straße und Pionierlager.
Unten der mittlere Ortsteil, noch gut zu erkennen ist der noch nicht vollständig wiederhergestellte Kirchturm.
Ja, ja, auch das ist Einsiedel. Text auf Rückseite: “Zentrales Pionierlager...”. Da das Lager aber kaum zu sehen ist, habe ich die Karte auf dieser Seite eingefügt.
Oben: Panorama-Aufnahme von 1969.

Fotopostkarte von 1933. Oben eine sehr breit gestreute Panoramaaufnahme der Ortsmitte, unten links das “Waldesrauschen”, rechts die Talsperre.
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In etwa der gleiche Standpunkt am 24. April 2005.
Fotografiert vom Fuße des ehemaligen Steinbruchs unterhalb des “Röhrensteigs” aus.


Oben:
Fotopostkarte von 1937. Sehr schön zu sehen die Fabrikstraße mit “Wex-Fabrik”, Gasthof Einsiedel, das Lehngericht, der Plan, die Schulen, die Kirche und das Kantorat.
Links Aufnahme von 24. April 2005.
Der gleiche Blickwinkel ist heutzutage vegetationsbedingt fast nicht mehr möglich.

Einsiedel - mittlerer Ortsteil. Obwohl das Datum (1927) handschriftlich eingefügt wurde, ist die Karte selbst nicht postalisch gelaufen. Der Fotograf stand in etwa auf dem heutigen Parkplatz der Waldklause, ein Foto unserer Tage ist vegetationsbedingt nicht möglich. Die alte Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1910 und 1923. Vorne die Anton-Herrmann-Straße und die Schollstraße. Die markanten Gebäude des Mitteldorfes sind gut auszumachen; Neue und Alte Schule, Kirche, Strumpffabrik Theodor Brückner, Gasthof Einsiedel, Maschinenfabrik Ernst Bößneck...
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Zweimal “Am Wege nach der Talsperre”. Die Fotos zeigen den südlichen Zwönitzlauf etwa in Höhe Rathaus. Das rechte Foto wurde am 12. Mai 2005 vom “Hahngässchen” (“Hahnbrücke”) aus aufgenommen. Beide Male im Hintergrund zu sehen die Kirche und das Gebäude Hauptstraße 83. Die alte Karte links hat einen längeren Weg hinter sich. Am 25. September 1909 wurde sie in Einsiedel aufgegeben...zur Tuchfabrik in Azuga in Rumänien, wo sie bereits zwei Tage später eintraf. Nun ist sie wieder zu ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt.
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Der gleiche Ausblick auf einer Fotopostkarte von etwa 1930...

Ebenso sind Postkarten dargestellt, die sich aus mehreren Bildern zusammensetzen, so das eine sinnvolle Einordnung nicht möglich ist.
Allen gemeinsam ist natürlich die passende Zuordnung zu Einsiedel...
(Luftbild:
Uwe Guskowski)


Ein Blick aus dem oberen Stockwerk des Südgiebels Harthauer Weg 1 in den 1920er Jahren.
Wir erkennen ganz links hinten noch die Apotheke im alten Lehngericht, davor die kleineren Häuser “Am Plan”, vorn links die Schusterei Roth.
Mitte-hinten dann unverkennbar die Kirche, rechts daneben das Gebäude Kirchgasse 5. Dieses Haus war von 1860-1875 die Einsiedler Schule, nach ihrem Lehrer König “Königsschule” genannt.
Am 14. Dezember 2005 sieht’s hier dann doch ein bissel anders aus. Links drängen jetzt die in der ersten Hälfte der 1990er Jahre fertiggestellten Häuser “Am Plan 4-8” ins Bild, davor -unverputzt- die Werkstatt mit den vorgelagerten Nebengebäuden von “KFZ-Service und Reifendienst Jörg Schmidt”.
Die Kirche mit verändertem Turm auch hier in der Bildmitte und die östliche Front von Kirchgasse 5 hat jetzt eine große Gaube. Man achte auch am ganz rechten Rand auf den Anbau von Harthauer Weg 1, der nach Bombenschaden 1945 nicht wieder in der ursprünglichen Größe errichtet wurde.
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Etwa um 1910 begegnet uns Max Zickmantel ein weiteres Mal in diesem Projekt auf einer Postkarte aus seinem eigenen Verlag.
Vorne links im Bild die “Sächsische Korkstein- und Isoliermittel-Fabrik”, vormals “Graupappenfabrik”, vormals “Obere Mühle”. In der Mitte hinten sind noch schemenhaft Schornstein und Turm der Brauerei zu sehen.
(Vorlage: Jürgen Fritzsche)

Am 20. März 2005 habe ich das nebenstehende Foto in etwa von der gleichen Stelle aus gemacht.
Es wird deutlich:
Im Winterhalbjahr sieht man nichts,
im Sommerhalbjahr sieht man gar nichts...
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Ein Blick vom Bahnübergang in der Ortsmitte Richtung Süden, einmal in den 1970er Jahren und dann am 18. Dezember 2005.
Links vorne die Hauptstr. 87, dann die 89, Teuerungseiche, die Hauptstr. 91a und 91.
Vorne rechts die Friedenseiche 1871 und dahinter die Hauptstr. 68, damals HO-WtB (Waren des täglichen Bedarfs).
(Foto: Andreas Wildfeuer)
Nach wie vor völlig unklar ist mir das auch diesen Winter (2006) wieder aufgekommene Gezeter über den ach so guten Winterdienst in der DDR und die grottenschlechte Beräumung unserer Zeit. Die beiden Fotos hier sind nicht die einzigen im Projekt, die uns das Gegenteil zeigen.
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Der Kreuzungsbereich Harthauer Weg/Hauptstraße in den 1960er Jahren.
Vorne der Bahnübergang, damals noch mit den nur ca. 80° öffnenden Schranken, diese wurden in den 1970er Jahren durch Schranken ersetzt, die bis 90° hochschwangen. Auch die Beleuchtung wechselte zu Natrondampflampen auf Holzmasten. Hinten die Gebäude Harthauer Weg 1 und 3, ganz rechts am Rand noch erkennbar die Häuser 2 und 4.
(Foto: Andreas Wildfeuer)
Der gleiche Ausblick,
18. Dezember 2005. Der Bahnübergang wurde im Sommer 2004 erneut saniert.
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Hintergrundwissen HO:
Abkürzung für “Handelsorganisation”. Die HO war eine 1948 von der Deutschen Wirtschaftskommission der DDR als staatliches Unternehmen gegründete Firma. Sie betrieb in der vorherrschenden Form Einzelhandelsgeschäfte, aber auch Gaststätten und Hotels.
