

Links: Eine allseits bekannte, aber undatierte Aufnahme, vermutlich um 1928/29 (Foto: Lutz Schüppel), oben in etwa die gleiche Stelle am 20. August 2004.

Die Sommerrodelbahn...
...wurde vom Erzgebirgsverein (Zweigverein Einsiedel/1890 gegründet) im Jahre 1926 erbaut. Sie stellte eine große Bereicherung der bereits seit 1912 vom Verein organisierten Parkfeste dar. Die Schlitten - in ein Schienensystem eingebunden- erreichten auf der steilen, etwa 180 m langen Abfahrt, eine hohe Geschwindigkeit. Am Fuße der Abfahrt befand sich ein Auslauf, um die Schlitten zu stehen zu bringen. Über ein Kettensystem wurde die Schlitten einschließlich der Fahrgäste den Berg hinauf gezogen, an der oberen Stadion ausgeklinkt und der Spaß konnte erneut beginnen. Bedauerlicherweise mußte die Bahn wegen Sicherheitsmängeln bereits 1939 wieder geschlossen werden. Der beginnende 2. Weltkrieg setzt andere Prioritäten, eine Mängelbeseitigung erfolgte nicht. Nach dem Krieg wurden die Reste der Sommerrodelbahn verkauft.
Foto rechts: die Abfahrt oben
Der Personen- und Schlittenaufzucht. Fotopostkarte Anfang der 1930er Jahre.

Rohr und Eisenkette für den Schlittenaufzug am Berg...
...und Reste des Fundamentes der oberen “Starthütte”.

Die lange Gerade unmittelbar hinter der “Waldklause”, welche als Brems- und Auslaufstrecke für die Schlitten diente.

Noch heute findet der aufmerksame Betrachter reichlich Relikte dieser ehemaligen Einsiedler Attraktion (alle Aufnahmen vom 20. August 2004):

