
...hieß es auch im Jahre 2006 und wie seit Jahren üblich, führten Einsiedler Gewerbeverein und Ortschaftsrat diese stets sehr gut besuchte Veranstaltung am 3. Advent durch (16. und 17. Dezember).
Doch bevor wir uns den bunten Bilder-Reigen vergangener Jahre betrachten, will ich einen kurzen Abstecher zur Geschichte des Einsiedler Weihnachtsmarktes machen. Leider ist das Quellenmaterial dürftig, einen etwas ausführlicheren Artikel fand ich in der Einsiedler Ortschronik von Max List, den ich hier 1:1 wiedergeben will. Ich kann nur jeden raten, sich diese Zeilen einmal durch zu lesen, zeigen sie doch, was selbst zu DDR-Zeiten möglich gemacht wurde...:
Das zweite Mal wird am Sonntag in Einsiedel der Weihnachtsmarkt eröffnet.
Eine ausgezeichnete Arbeit für die Gestaltung des Weihnachtsmarktes in Einsiedel leisten die Kollegen Hertel und Kreher, man kann sie bei den letzten Handgriffen an den zahlreichen Märchenfiguren antreffen. Die Premiere des Weihnachtsmarktes im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Das war für die Volksvertretung Anlaß, für das Jahr 1972 den Einwohnern noch mehr zu bieten. An den 3 Sonntagen vor Weihnachten wird zwischen der Post und dem Plan alles in vorweihnachtlichen Schmuck strahlen. An der Post wird wieder die bekannte Pyramide ihre Runden drehen. Sie wurde in der Volkskunstwerkstatt von “Werner Glöß” Einsiedel, erstellt. Um 14 Uhr werden am Sonntag Fanfarenklänge das bunte Treiben eröffnen.
Und was erwartet die Besucher an diesen drei Sonntagen? Um den Weihnachtsbaum am Plan sind Verkaufsstände für Spielwaren, Würstchen, gebackene Hexenhäuschen, Pfefferkuchen, Backwaren und eine Tombola aufgebaut. Fast alle örtlichen Betrieb stellten dafür die Preise zur Verfügung. Und wer vom Einkaufsbummel etwas durchfroren sein sollte, der kann sich in der Köhlerhütte bei Glühwein oder Grog wieder aufwärmen. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die gegenüber aufgebaute Kegelbahn. Den Aufbau übernahmen Kollegen des Brauhauses.
Um den Ort in diese Atmosphäre mit einzubeziehen, wird ein Weihnachtsexpreß, mit zwei Pferdestärken bespannt, an verschiedenen Stationen anhalten. Und weil die Kinder im vergangenen Jahr viel Spaß beim Reiten hatten, wird es in diesem Jahr wieder möglich sein, auf dem Rücken echter Pferde zu sitzen. Die Jagd-Bläsergruppe Patzig wird mit Weihnachts- und Erzgebirgsmusik zum guten Gelingen beitragen.
Und nun allen Besuchern guten Einkauf und viel Freude beim weihnachtlichen Bummel.
Max List 1972
Der erste Weihnachtsmarkt war 1971.
So weit also zur Geschichte des Einsiedler Weihnachtsmarktes. Und beim Niederschreiben dieser Zeilen dachte ich mir, dass ganz sicher meine Mutter noch ein Foto von diesem Kinderreiten 1972 haben müsste, war sie es doch, die die “echten Pferde” stellte und das Kinderreiten durchführte. Also bin ich gleich mal runter gegangen. Ein Griff in die Schrankwand, Album rausgeholt, durchgeblättert, eingescannt und schon präsentiere ich zwei Bilder vom Kinderreiten auf dem Einsiedler Weihnachtsmarkt im Jahre 1972:


Doch nun wollen wir uns den Weihnachtsmärkten nach der Wende widmen. Wie bei so vielen Einsiedler Festen ist auch bei dieser Veranstaltung der “Einsiedler Gewerbeverein” unter seinem Vorsitzenden Bernd Obermaier der treibende Keil. Ohne diesen Verein könnte man bei einem Großteil der Einsiedler Feste nur sagen: “Gute Macht, Marie”, so sie überhaupt stattfinden würden! (Also diese Lanze musste ich jetzt mal brechen...)
Stellvertretend für die mittlerweile zahlreiche Weihnachtsmärkte, die seit Mitte der 1990er Jahre Am Plan stattfanden, will ich einige Bilder aus den Jahren 2005 und 2006 präsentieren, um dem geneigten Zuschauer eine kleinen Eindruck zu vermitteln.





Stets am Freitag vor dem Veranstaltungswochenende wird der Parkplatz Am Plan gesperrt und von Mitgliedern der Einsiedler Kirchgemeinde und des Gewerbeverein der Markt mit seinen Buden und der Beleuchtung aufgebaut.
Freilich wird auch ein Christbaum geschmückt und wie man sieht, scheint alles zu funktionieren...
Die Veranstaltung findet stets Samstag und Sonntag des 3. Advents- Wochenendes zwischen 14:00 und 18:00 Uhr statt. Bis zum folgenden Montag nachmittags um 2 alles wieder verschwunden und der Plan sieht aus wie immer.
Ein Dank an die fleißigen Helfer im Hintergrund!































Moderation und Musik kamen in bewährter Weise von Stefan Schletter und Christian Zimmermann. (Fotos aus 2006)
Am frühen Nachmittag des 17. Dezember 2006 ist es noch verhältnismäßig ruhig, die ersten Hungrigen finden sich aber bereits an der Bude der Fleischerei Edel ein.
Naja, das “Schweinderl” ist auch noch ein bissel blass...........gewinnt aber im Laufe des Nachmittag zusehens an Farbe.
Überhaupt ist für “in Diät Befindliche” der Weihnachtsmarkt denkbar schlecht geeignet, allenthalben werden einem Möglichkeiten der “Sünde” vorgeführt. Sei es die Weihnachtsbäckerei der Konditorei Fiedler (oben links 2005, oben rechts 2006) oder die Gulaschkanone von Dietmar Chomek (Gartenheim Waldesrauschen, Fotos rechts und unten, aus 2006), Möglichkeiten zum satt essen finden sich immer.
(So man Dietmar Chomeks Bude ob des selbst produzierten Nebels findet..).
Weniger was kulinarisches, sondern mehr was fürs weihnachtliche Heim gab es bei Hans-Dieter Reiß von der Gärtnerei C.W. Schwarz.
Ob Weihnachtsstern oder Weihnachtsbaum, vieles fand dankbare Abnehmer.
(Fotos aus 2006).
Freilich darf auch der Weihnachtsmann nicht fehlen, auch 2006 konnte er vielen Kindern wieder eine kleine Freude bereiten. In diesem Jahre kam er zu Fuß. Es gab aber auch schon andere Möglichkeiten in den Vorjahren. So traf er schon zu Pferde (nebst Engel) oder auf einen Traktor-Anhänger ein.
(Hier werden sicher noch mal ein, zwei Bilder aus den Vorjahren nachgetragen.)
Weihnachtliche Weisen spielte der Einsiedler Posaunenchor (links 2005, rechts 2006).
Der Vorsitzende des Einsiedler Gewerbevereins Bernd Obermaier. Links auf dem Foto aus 2005 scheint er uns bissel als die graue Eminenz im Hintergrund...dieses Foto täuscht! Rechts sehen wir ihn in seinem wahren Element bei der Moderation zu den Höhenpunkten für die jeweiligen Weihnachtsaktionen mit ihren attraktiven Preisen:
Mit Einbruch der Dunkelheit füllt sich der Platz zusehens (links 2005, siehe Hintergrund “Superspar”, rechts 2006 jetzt “EDEKA”).
2005 galt es, das Lebendgewicht eines Kaninchens zu schätzen, wer am nächsten dran lag, bekam es dann (bratfertig, wohlgemerkt). Der Preis wurde vom Einsiedler Kaninchenzüchterverein S 134 zur Verfügung gestellt.
2006 gab es dann wieder mal eine “Einkauf in Einsiedel - Aktion”. Hier galt es, durch Einkäufe in Einsiedler Geschäften (die dem Gewerbeverein angehören) Käufe zu tätigen, um im Aktionszeitraum vom 18. November bis 17. Dezember eine Karte mit neun Stempeln voll zu bekommen, die dann in die Lostrommel kam.
Um die 200 Leute haben dies genutzt, waren doch auch die ausgelobten Preise recht attraktiv...

Am 17. Dezember, pünktlich um 16:00 wurde die Lostrommel in ein Körbchen umgeschüttet, aus der die kleine Laura Fischer dann 18 Gewinner zog.
Die Gewinne waren Einkaufsgutscheine:
1. Preis: 200,00 Euro (oben links)
2. Preis: 100,00 Euro (oben)
3. Preis: 50,00 Euro (links)
Weiterhin wurden noch 15 Einkaufsgutscheine über 10,00 Euro als Trostpreise verlost.
