Dittersdorfer Weg 25 und 27
Turnerheim | Pionierlager | F+U Bildungseinrichtung

Diese recht umfangreiche Seite gibt uns Einblick von der Verwandlung eines großen Stück Feldes zu einem Sportplatz und später einem Kinderferienlager. Nach der Wende war hier dann lange Zeit eine Bildungseinrichtung. Aber der Reihe nach:

 

 

 

Turnerheim Germania und Kurt-Günther-Heim

 

Für die Geschichte des Geländes des ehemaligen Turnerheimes mit Sportplatz und dem nachmaligen Pionierlager müssen wir bis ins Jahr 1916 zurückgehen.
In diesem Jahr war der Landwirt Bauer (“Bauer-Bauer”) bereit, ein Grundstück am Dittersdorfer Weg zu veräußern, welches unmittelbar am Wald lag. Der Einsiedler Arbeiterturnverein „Germania e.V.” (nicht zu verwechseln mit dem bürgerlichen „Turnverein Einsiedel“) zeigte Interesse am Kauf. Allerdings war Bauer – vermutlich aus ideologischen Klassengründen - nicht bereit, an den Verein zu verkaufen. So wurde nun das Geschäft über einen Dritten abgewickelt, der als Strohmann im Auftrag von „Germania e.V.“ handelte und sich als Gärtner ausgab.
Um nach dem Kauf den Schein zu wahren und vor allem aber, da es die Not gebot (1. Weltkrieg), wurden durch die Turner erst einmal diverse Beete angelegt und Gemüseanbau betrieben. 1920 begann dann der eigentliche Sportplatzbau, der erst 1928 intensiviert wurde und sich über zehn Jahre hinzog.

Anfangs galten die Anstrengungen erst einmal der Besorgung und dem Bau einer passenden Unterkunft. Die Fotos zeigen uns die von den Sportlern in der Reichshauptstadt Berlin erworbene Baracke.
Diese wurde 1921 in zerlegten Einzelteilen nach Einsiedel transportiert und 1922 hier aufgestellt.
(Fotos: links Thomas Schwebe, rechts Maria Engelhardt)

Diese recht große Baracke nannte sich fortan “Turnerheim”. Sie wurde 1922 geweiht und erhielt im gleichen Jahre eine Schankkonzession. Wie wir sehen, gab es sogar ein eigenes Geschirr.
Rechts eine Annonce aus dem Jahre 1926.

Neben den Turnern selbst fanden hier noch viele andere Einsiedler Vereine eine Bleibe.

Ein im Gelände errichteter Gedenkstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder.
(Foto: Jürgen Krauß)

Ohne die uns heute bekannte “schwere” Technik erfolgte der Sportplatzbau zwischen 1928-30.
Unzählige Kubikmeter Erde wurden bewegt, um eine ebene, gerade Fläche zu schaffen.
(Foto links: Maria Engelhardt)

Links: Ein Sommerfest nach Abschluss der Bauarbeiten 1930.

Aber auch all die Jahre davor gab es ständig sportliche Wertbewerbe und Feste, die uns heute auf ein erfülltes Vereinsleben schließen lassen. Rechts eine Urkunde von einer Werbeturnveranstaltung im Juli 1926.

Fotos oben:
Sportler (linkes Bild) und zahlreiche Zuschauer (rechts) ziehen die Turnstraße (heute Scholl-Straße) hinauf. Ziel ist freilich der Sportplatz und das Turnerheim. Ob sich nachfolgend dann die links abgebildeten Aktivitäten wie das Geräteturnen abspielten, ist unklar.
Die Kleidung der Sportler auf beiden Bildern lässt uns aber einen eventuellen Zusammenhang erahnen. Aufnahmezeitpunkt ist vermutlich 1931, da zu diesem Zeitpunkt das nun endgültig fertig gestellte Gelände noch einmal mit einem großen Fest geweiht wurde.     
(Fotos: Haus & Grund Einsiedel)

Lange währte die Freunde der Arbeitersportler indes nicht.
1933, mit der Machtübernahme der NSDAP, wurde der „Germania e.V.“ verboten. Daraus lässt sich schließen, dass der Verein sich nicht nur sportlich, sondern vermutlich auch politisch betätigte. Beispielsweise fand vom 15. bis 31. August 1928 hier im Gelände das Gau-Führer-Lager des “Rotfrontkämpferbundes” und der “Roten Jungfront” Erzgebirge/Vogtland statt. Obwohl die Nationalsozialisten zum Zeitpunkt gegen alles und jeden kämpften, so gab es doch wohl keine schlimmeren politische Gegner für sie als die Kommunisten.
Fortan nutzte die SA die Anlagen. Der oben beschriebene und abgebildete Gedenkstein für die gefallenen Weltkriegsteilnehmer wurde unsinnigerweise von ihr entfernt. Sportplatz, Sportgeräte und das Turnerheim wurden “Eigentum” von SA und HJ. Das “Turnerheim” selbst wurde in „Kurt-Günther-Heim“ umbenannt.
Siehe zu Kurt Günther auch den ausführlichen Artikel hier. Der oberste SA-Chef Ernst Röhm war zur Umbenennung persönlich da und der Einsiedler SA-Sturm und das Jungvolk staunten nicht schlecht, dass dieser schon vor Ort war, als sie den Hang hochgehetzt kamen.

Hintergrundwissen Ernst Röhm:
Ernst Röhm, deutscher Politiker und Offizier, geboren am 28. November 1887 in München, Bayern, gestorben am 30. Juni 1934 in München-Stadelheim, Bayern (erschossen). Ab 1920 im Stab des Wehrkreiskommandos München. Schied aus der Reichswehr 1923 wegen Teilnahme am „Hitler-Putsch“ aus. 1925 Trennung von Adolf Hitler und der NSDAP, deren Förderer er eigentlich war. 1928-1930 Militärinstrukteur in Bolivien. Kehrte auf Bitten Hitlers 1931 nach Deutschland zurück und übernahm die SA. Röhm plante, diese in eine Art „Volksarmee“ umzuwandeln. 1933 wurde er Reichsminister ohne Geschäftsbereich. Im völlig erfundenen „Röhm-Putsch“, wo ihm angelastet wurde, das neu etablierte nationalsozialistische System stürzen zu wollen, ließ Hitler ihn und auch andere hohe SA-Führer ohne Anhörung erschießen. Die Röhm gemachten Vorwürfe hätten keinem ordentlichen Gerichtsverfahren standgehalten!

Ernst Röhm

Sportfeste gab es freilich auch weiterhin.
Wir sehen hier drei Fotos vom Sportfest am 23. und 24. Juni 1934. Sie zeigen uns Sportler und Nichtsportler des Einsiedler SA-Sturmes Kurt Günther.

In den späteren Jahren und während des Krieges diente das Objekt dann der Ausbildung des BDM, der HJ und des Deutschen Volkssturmes.

 

Hintergrundwissen nationalsozialistische Jugendorganisation Hitler-Jugend (HJ):
Gegründet 1926 als Nachwuchsorganisation der SA und ab 1936 einzige Jugendorganisation im Dritten Reich. Die HJ war eine Teilorganisation der NSDAP und zuständig für die Erfassung und Gleichschaltung aller Jugendlichen vom 10. bis zum 18. Lebensjahr. Ab 1939 war die Mitgliedschaft Pflicht.
Die HJ gliederte sich in vier Teilorganisationen:
Zehn- bis 14jährige Jungen: Deutsches Jungvolk (Pimpfe)
Zehn- bis 14jährige Mädchen: Jungmädel
14 bis 18jährige Jungen: Hitler-Jugend (im engeren Sinne)
14 bis 18jährige Mädchen: Bund Deutscher Mädel (BDM)

Nach den Bombenangriffen im Februar und März 1945 wurden in der unzerstört gebliebenen Baracke mehrere notdürftige Wohnungen und das Büro des Forstamtes Einsiedel eingerichtet.
Links eine Zeichnung des Turnerheims aus besseren Tagen.
(Vorlage: Haus & Grund Einsiedel)

Das nebenstehende, leider sehr unscharfe Foto stammt vom ersten nach dem Kriege wieder stattfindenden Sportfest im Jahre 1945.
(Foto: Maria Engelhardt)

 

 

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Pionierlager “Palmiro Togliatti”

 

 

Nach dem Krieg fanden dann erstmals Ferienaufenthalte in Zelten statt.
Vorerst lediglich für die Einsiedler Schüler geplant und ausgestaltet, kamen während des griechischen Bürgerkrieges Ende der 1940er Jahre noch griechische (Waisen-)Kinder hinzu.
(Foto: Maria Engelhardt)

Appelle, Aufmärsche und politische Einflussnahme gab es für die Kinder und Jugendlichen von Anfang an.
Fahnen und Symbole änderten sich und das Weltbild kippte von nationalsozialistisch zu sozialistisch, ansonsten ging es im seit 1933 in Deutschland bekannten Ritt weiter.
Die auf dem rechten Foto zu sehende hölzerne Bühne wird bald einem massiven Bauwerk aus Stein weichen.
(Fotos: Maria Engelhardt)

Der erste Namenspatron für das Lager war der ungarische Jude, Stalinist und (ab 1952) Ministerpräsident von Ungarn Mathias Rakosi (sprich Rakoschi).
Nach dem Tod Stalin entglitt dessen Protegé Rakosi aber sukzessive die Macht in Ungarn, so dass er 1956 in die Sowjetunion floh, wo er 1971 starb.
Namensnachfolger wurde der Italiener Palmiro Togliatti. Dessen Name trug nun das Einsiedler Pionierlager fortan, er sollte die ganze DDR-Zeit überdauern.
(Fotos: Maria Engelhardt)

Palmiro Togliatti

Hintergrundwissen Palmiro Togliatti:
Palmiro Togliatti, italienischer Politiker, geboren am  26. März 1893 in Genua, Italien, gestorben am  21. August 1964 in Artek, Ukraine. Seit 1922 Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Italiens (KPI), deshalb auch 1923 und 1925 in Haft. 1925 Emigration nach Deutschland, dann in die UdSSR. Von 1947 bis 1964 Generalsekretär der KPI. Togliatti trat für eine Durchdringung des demokratischen Staats mit legalen Mitteln ein.

Strohlieferung im Pionierlager.
In den ersten Jahren waren in den Zelten die Lattenroste mit Strohsäcken belegt.
Darauf schliefen die Kinder mit einfachen Decken, Schlafsäcke waren noch unbekannt.
(Foto: Maria Engelhardt)

Besser war es um die Waschgelegenheiten bestellt...
(Foto: Maria Engelhardt)

1951 wurde dann dieses Zeltlager erheblich erweitert und als Zentrales Pionierlager “Palmiro Togliatti“ offiziell eröffnet. In den Sommerferien war diese „Zeltstadt“ dann nicht nur von Kindern aus der DDR voll belegt. Wir sehen nachfolgend fünf (in hohen Stückzahlen) produzierte Ansichtspostkarten und ein Foto aus dieser Zeit. Sie gewähren uns einen recht umfassenden Eindruck in das Lagerleben in den 1950er und -60er Jahren.

Hintergrundwissen sozialistische Jugendorganisation Pioniere:
Gegründet 1948 unter dem Namen "Junge Pioniere" und einzige in der DDR zugelassene Kinderorganisation. Seit 1957 wurde unterschieden in "Jungpioniere" (Schulklassen 1-3, blaues Halstuch) und "Thälmannpioniere" (Schulklassen 4-7, rotes Halstuch).
Der Name Thälmannpioniere steht in Verbindung mit den von den Nationalsozialisten ermordeten kommunistischen Führer Ernst Thälmann. 1952 wurde das Pioniergelöbnis eingeführt und 1958 der Pioniergruß. Auf die Aufforderung "Für Frieden und Sozialismus - Seid bereit!", hatten die Kinder zu antworten: "Immer bereit!", wobei die rechte Hand vertikal zur Stirn gehoben wurde.
Die Mitgliedschaft in der Pionierorganisation war keine Pflicht, allerdings mussten “Nicht-Pioniere” bzw. deren Eltern mit Behinderungen in ihren schulischen oder beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten rechnen.

In der ersten Hälfte der 1950er Jahre wurde auch der Eingangsbereich umgestaltet, wie uns die beiden Ansichtskarten oben zeigen.

Nach unwetterartigen Regenfällen im Juli 1954 musste das Lager evakuiert werden.

In Einsiedel selbst mündeten diese Regenfälle in ein Hochwasser.
(Foto: Maria Engelhardt)

Wohl um 1950 wird das für lange Zeit einzige massive Gebäude auf dem Areal errichtet. Es dient in erster Linie als Krankenstation.

Beachtenswert ist auch die auf den beiden oberen Fotos gut erkennbare, nunmehr aus gemauerten Steinen errichtete Bühne.
(Foto oben links: Jürgen Krauß)

Foto links: Das Gebäude von der Waldseite aus.
(Foto: Hans Morgenstern)

Der Weg ins Dorf. Rechts noch erkennbar der Giebel der Krankenstation, dahinter das Zeltlager.

Der gleiche Standort - 16. Januar 2011.

 

Das ehemalige Turnerheim respektive Kurt-Günther-Heim hat auch einen neuen Namen: Kurt-Franke-Heim. (Ergänzender Artikel zu Kurt Franke: Kurt-Franke-Straße.)

Die recht große Baracke beherbergt die Wohnung des Hausmeisters, die Büros der Lagerleitung, die Lagerbibliothek sowie ein Spielgerätelager. An der Stirnseite im Keller befand sich eine kleine Verkaufseinrichtung, wo die Kinder Getränke oder auch Ansichtskarten erwerben konnten.
Vom Kurt-Franke-Heim aus Richtung Osten erstreckten sich weitere Baracken, in einer war der Speiseraum.
In einer anderen Baracke befand sich die Küche mit dem für Großküchen üblichen Raum mit entsprechend dimensionierten Kesseln, einem Raum für die kalte Küche und letztendlich waren auch die Räume der “Freundschaftsleitung” hier untergebracht.
Links ein Foto von der Essenausgabe, wohl einer der wichtigsten Momente im Tagesablauf.
(Fotos links oben und links: Haus & Grund Einsiedel, oben: Jürgen Krauß)

Ein im Jahre 1961 im Lagergelände statt gefundenes Reit- und Springturnier blieb die einzige Veranstaltung dieser Art hier.

Ein Lagerausweis für Bedienstete des Pionierlagers aus den 1960er Jahren.
(Vorlage: Maria Engelhardt)

“Blick zum Kinderferienlager” nennt sich die nebenstehende Postkarte. Die Aufnahme ist wohl im Herbst oder Frühjahr entstanden, das Lager ist leer, es sind keine Zelte errichtet.

Das Motiv gab es auch noch in einer retuschierten Fassung. Dabei hat man den Strommast (Bildmitte unten) und den Schornstein der Gärtnerei Schwarz kunstvoll entfernt.
Dieses retuschierte Bild ist hier noch einmal im Vergleich zu sehen.
(Vorlage links: Hans-Christian Günther)

Noch ein Fernblick auf den oberen Lagerteil...

 

Der hier auf den beiden Fotos im Hintergrund zwischen den Nadelbäumen erkennbare Gedenkstein war dem ehemaligen Führer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) Ernst Thälmann gewidmet...

...wie uns die nebenstehende Nahaufnahme deutlich macht.
(Foto: Maria Engelhardt)

Aber Thälmann, der in der DDR hoch verehrt wurde und man kann wohl sagen einen Märtyrer-Status hatte, war nicht der einzige, dem man im Lager gedachte.
Im Sinne und Gedenken an den Rotfrontkämpferbund und der Roten Jungfront, die, wie weiter oben erwähnt, hier im Jahre 1928 ihr 2. Reichsführertreffen
(“Gau-Führer-Lager”) abgehalten hatten, sind für 1974 und 1978 entsprechende Traditionsmärsche von GST und FDJ nachgewiesen.

Aus alten Schriften...Wir lesen dazu in der Chronik von Max List:

 

“In den Vormittagsstunden [29. Juni 1974] bekunden 1000 Wehrsportler und FDJ ler mit dem Marsch der Bewährung “Auf den Spuren der Roten Jungfront” vom Theaterplatz in Karl-Marx-Stadt in das 13 Kilometer entfernte Einsiedel ihre Bereitschaft zur Verteidigung des sozialistischen Vaterlandes.”

Zwei von im Lager erhältlichen und in beachtlicher Auflage erschienen Ansichtskarten, beide liefen 1973. Die Motive sind aber schon in früheren Jahren nachgewiesen.

Aber nicht jedem gefiel es im Einsiedler Pionierlager...

 

Ab 1977 erfolgten im Lager sehr umfangreiche, den Komplex völlig verändernde Baumaßnahmen. Die Zelte und die bisher in Baracken untergebrachten Wirtschafts- und Sozialräume wichen massiv gebauten Gebäuden und Bungalows.
Auf den Fotos sehen wir links die Baustelleneinfahrt, dahinter das neue Küchengebäude, rechts ein entstehendes Unterkunftsgebäude für die Kinder.
(Fotos: Haus & Grund Einsiedel)

Die 1922 von den Arbeitersportlern errichtete Unterkunft, das jetzige Kurt-Franke-Heim, wurde ebenfalls obsolet und abgerissen.
Unklar ist noch der Zeitpunkt des Abrisses, die Aussagen reichen derzeit von 1977 bis 1982.
Neben den bereits weiter oben beschriebenen Wirtschaftsräumen befand sich hier in der Baracke bis 1975 auch die Wohnung des Hausmeisters.
(Foto: Haus & Grund Einsiedel)

Das Krankengebäude bliebt erhalten, wurde aber als solches nicht mehr genutzt. 1982 wurden vom Trägerbetrieb “8. Mai” die Räumlichkeiten des Hauses zu Wohnungen umgebaut. Diese waren ausschließlich Betriebsangehörigen vorbehalten.
Links eine Winteraufnahme (Haus & Grund Einsiedel), rechts ein Postkartenmotiv.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen im Lager hatte dieses sein Äußeres radikal verändert - sehr zum Vorteil für die Kinder und Angestellten und natürlich auch für Einsiedel.

Moderne Gebäude waren entstanden, die am 6. Juli 1982 eingeweiht wurden...:

                  Küchengebäude mit großem Speisesaal.

 

Das neue Kulturgebäude.

 

Rechts das Verwaltungsgebäude, im Hintergrund Küche und Speisesaal.

 

Die Zeltunterkünfte waren modernen zweistöckigen, beheizbaren Gebäuden gewichen.

Oben links ein sogenanntes Freundschaftstuch, welches man im Lager käuflich erwerben konnte. Es zeigt den Gesamtkomplex in einer “Luftbildaufnahme”.

Links (1985) und oben rechts (1989) zwei Postkartenmotive, die uns das Lagerleben Ende der DDR visuell näher bringen.

 

 

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F+U Bildungseinrichtung

1991 übernimmt die “F+U Gemeinnützige Bildungseinrichtung für Fortbildung und Umschulung GmbH Heidelberg” das Zentrale Pionierlager Einsiedel von der Treuhand-Anstalt. Eine Fläche von rund 71.000 m² Grund und Boden und rund 16.000 m² umbaute Hülle wechseln den Besitzer.

F+U Heidelberg vermietet das Areal an das eigene Tochterunternehmen “F+U Sachsen”, einem gemeinnützigen Chemnitzer Bildungsträger. Die hier angebotenen Qualifizierungen und Weiterbildungen sind vielfältig und erstrecken sich von Restaurant-, Hotel- und Küchenwesen über Lager und Büro bis zur Hauswirtschaft.

Zwei Fotos vom 7. Mai 2011. Links der Eingangsbereich, rechts das Küchengebäude, es wird freilich zur Ausbildung von Köchen bei der F+U dementsprechend genutzt.

Einige Unterkunftsgebäude am 7. Mai 2011.

 

Die Turnhalle, eine Aufnahme vom 7. Mai 2011.
Obwohl sich diese außerhalb des umfriedeten Komplexes befindet, gehört auch sie zur F+U.

Die Turnhalle steht gegen Entgelt auch Turn- und Sportvereinen zur Verfügung.

Zum Zeitpunkt gehört die F+U Sachsen schon längst nicht mehr als Tochter zur F+U Heidelberg, seit 2008 agiert sie selbständig am Markt.

Im Juli 2014 endet auch der Mietvertrag für das Objekt, F+U Sachsen wirkt fortan in der Altchemnitzer Straße in der Nähe des Südbahnhofes.


2014: Die F+U Heidelberg als Eigentümer des Geländes plant, das Areal zu einem internationalen Schul- und Hochschulzentrum zu entwickeln.
Als erster Schritt wurde hier im September eine Außenstelle der firmeneigenen “F+U Academy of Languages” eröffnet.

Allerdings liefen damit die Geschäfte scheinbar recht schlecht...und hier geht die Geschichte weiter.

 

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Dittersdorfer Weg 27
 

 

An der ehemaligen Krankenstation bestand seitens der F+U Heidelberg als Käufer des Ferienlagers 1991 kein Interesse.
Somit konnten das Gebäude und die Wohnungen dort von den Mietern gekauft werden. Um diese Zeit wurde dem Grundstück dann die Hausnummer 27 zugeteilt, nachdem es Jahrzehnte zum Ferienlager gehörte und postalisch ebenso wie dieses die Nr. 25 hatte.
Aufnahmen: links 23. Januar 2005, rechts 14. Juni 2008.

 

 

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